Chan/Zen

Chan/Zen

In unseren Tagen, in denen vieles in grosser Eile an uns vorüber geht – manche erleben es so, als würde das Leben an ihnen vorüber ziehen – ist es für manche wichtig das Innehalten regelmässig zu üben. Ohne Ablenkung durch die Massenmedien, Handy, Computer in Ruhe bei sich zu sein und all das andere einmal zu lassen.

Das ZEN bietet dazu einen Weg an.

Das Wort ZEN ist abgeleitet von dem indischen Wort "dhyana", das mit "Versenkung", "Einsicht in die Wirklichkeit" oder einfach mit "Meditation" übersetzt werden kann.
Das ZEN kam im XII. Jahrhundert durch den Patriarchen Eisai Zenji nach Japan. In China wird noch heute dieser Übungsweg des Dhyana (Meditation, Versenkung), Chan genannt. Als das Chan in Japan Fuss fasste, wurde es sprachlich umgeformt und wandelte sich begrifflich dann vom Chan zum ZEN. Heute ist die alte Meditationstradition, die sich von Buddhas Lebensraum in Nepal über Indien nach China und von da nach Japan und im gesamten asiatischen Raum ausgebreitet hat, im Wesentlichen als ZEN bekannt. Damit ist deutlich, das ZEN hat sehr alte Wurzeln und ist in einer Jahrhunderte alten chinesischen Tradition, dem Chan verwurzelt. 

Diese alte mystische Tradition lehrt uns die Kunst des Innehaltens, um in den Augenblick zu kommen, zu sehen, was JETZT- HIER ist. Wir sind selten wirklich hier, wirklich präsent. Das Multitasking, möglichst viele Dinge gleichzeitig zu tun, strengt uns an. Der Alltag hält uns in Trapp, hinterlässt manchmal das Gefühl der Überforderung, manchmal der Leere und / oder des Ausgebrannt - Seins.

Die Übungsanweisungen des Chan, und später dann des ZEN, helfen uns klar zu werden. Es geht darum, nach und nach alte Muster zu erkennen und sie zu durchbrechen, loszulassen und so eine Öffnung zu schaffen für das Andere, das Neue, das Unbekannte, um in den offenen Raum meines Lebens zu gehen. 
Letztlich geht es um die wichtigen Fragen: "Wer bin ich? Wer bin ich wirklich, in meinem tiefsten Innern, in meinem unverstellten Wesen? Und was wurde durch die Umwelt, durch die Gesellschaft aus mir gemacht?
Was ist meine Wahrheit in diesem Augenblick?" 

Was uns der über Jahrhunderte ausdifferenzierte und erprobte Übungsweg vorschlägt, um dahin zu gelangen, ist denkbar einfach: einen ruhigen Ort zu suchen und in die Stille zu gehen. Mich auf das einzulassen und wahrzunehmen, was sich dann in mir zeigt.
Dazu braucht es etwas Anleitung, eine gute Sitzposition und ein regelmässiges Üben: allein (etwa täglich 10-30 Minuten) und (wenn möglich) einmal in der Woche gemeinsam mit anderen. 

Die Kraft dieser einfachen Übung wird heute mehr und mehr entdeckt: u.a. in den Führungsetagen von Unternehmen, in psychosomatischen Kliniken eingesetzt, in den USA (an den Eliteuniversitäten) und Deutschland an Hochschulen gelehrt.

Sie haben die Möglichkeit in einem Einführungskurs an fünf Abenden in die Praxis und Theorie der ZEN-Meditation eingeführt zu werden.
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