ZEN-MEDITATION    
KONTEMPLATION

 

Unter dem Begriff Meditation verstehen Menschen oft sehr Unterschiedliches. Die Einen meinen damit Entspannung und Ausruhen, andere wieder denken an Bild- oder Wortmeditation, oder aber auch an einen spirituellen Weg.

In unserer christlichen Tradition bezeichnet das Wort Meditation eine bestimmte Form von Gebet.

Drei Arten des Betens sind uns aus der Geschichte überliefert:

Die ORATIO, damit ist das Wort-Gebet gemeint. Laut oder in der Stille rede ich zu Gott, um ihn alles zu sagen was mich im Guten wie im Schweren bewegt.

Eine andere Form des Gebetes ist die MEDITATIO. Hier versucht sich der betende Mensch auf ein Wort/Gedanken/Bild/Symbol einzulassen und dies in seinem „Inneren" zu bewegen.

Die alten Mönchväter und Mütter bezeichneten dies als RUMINATIO, als ständiges „Wiederkäuen". Ihr Vorbild darin war Maria, die Mutter Jesu, von der die Heilige Schrift sagt, „....und sie bewegte alle diese Worte in ihrem Herzen."

Neben diesen Formen stand die KONTEMPLATIO, ein wort- und gegenstandsfreies Gebet, wo sich der Mensch mit seinem Leben, mit allem was ihn ausmacht und was er ist, in Gottes Gegenwart stellt, um das zu erfahren, was die christlichen Mystiker mit UNIO MYSTIKA, der mystischen Vereinigung beschreiben, und wo sie sich mit der göttlichen Wirklichkeit als eine Einheit erfahren.

Mancher mag es ahnen, dass es bei dieser Art der „Meditation" um mehr als nur um ein zur Ruhe kommen, Ausspannen geht. Menschen gehen hier einen spirituellen Weg, der sie in eine Erfahrung bringt, die jenseits des verstandesmäßigen Begreifens liegt.

 
 
 
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